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Öffentliche Vivisektion.

Seelenstriptease in Weblogs ist kein neues Thema. Wir wollen an dieser Stelle auch nicht den Moralischen herauskehren, sondern Lyssa ihre eigene Geschichte erzählen lassen.

2005-02-22 – 09:00 – Das Blog, der Minirock und die Verwirrten dieser Welt

Zuerst dachte ich, ich hätte ihn falsch verstanden, also hab ich nachgefragt. Schriftliche Kommunikation läßt bekanntlich besonders viel Raum für Mißverständnisse und da ist es nur höflich nachzufragen, bevor man die Keule auspackt. Aber die Antwort bestätigte das Gelesene und schoß gleich noch ein wenig übers Ziel hinaus. Erst staunte ich, dann ärgerte ich mich, dann mußte ich ziemlich lachen und irgendwann fühlte ich mich einfach nur noch müde.

Ich kann nicht glauben, daß man immer wieder dieselbe leidige Diskussion führen muß, sobald man sich einen winzigen Schritt abseits der allgemein akzeptierten „trage Hosenanzüge, halte mein Privatleben supergeheim und rede über Sex nur mit meinem Gynäkologen“-Norm bewegt. Da war z.B. dieser Typ, der nicht glauben mochte, daß freies Reden über Sexualität nicht automatisch freie Liebe für die Zuhörer einschließt. Oder der Zaungast beim CSD, der unbedingt anfassen wollte, was das Korsett ansprechend präsentierte. Und jetzt eben verwirrte Blogleser. Und immer findet sich ein wohlmeinender Zeitgenosse, der darauf hinweist, daß man schließlich selbst für lästige Nebenwirkungen verantwortlich ist, wenn man so redet, sich so kleidet oder so schreibt. Müßte das Selbstschuld-Biest nicht irgendwann mal an Altersschwäche sterben?

Weiter bei Lyssas Lounge.

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