London vs. Porsche

london von oben
Zähle vier Porsche und dutzende SUVs von Audi, BMW, Volvo & Co, die geheizt und gehetzt an mir vorbei rasen. Den starren Blick auf die gelbe Ampel gerichtet anstatt nach oben.

schrieb ich letzte Woche. Ich habe mich das auch gefragt, weswegen diese fetten Dinger in die Innenstadt fahren müssen, alle nur mit einer Person besetzt.

Die Lösung der Londoner, so große Luxusschleudern, wie einen Porsche, mit einer Extrawurst an City-Maut zu belohnen, ist mir deshalb sympathisch. Porsche ärgert das und lässt das Unternehmen einen Fehler machen: Es übt Druck auf den Londoner Bürgermeister aus.

Abgesehen von den alten Reflexen, die da ablaufen, wenn ein deutsches Unternehmen der britischen Haupstadt droht, interessiert doch im Ernst keinen, was Porsche da hilfsweise verlaubart: «Sie (die City Maut Erhöhung) wäre schlecht für London insgesamt und würde das falsche Signal senden, dass die Stadt nicht ernsthaft daran interessiert ist, sich als der beste Standort für Geschäfte zu etablieren».

Das veranlasst nun auch den Londoner Bürgermeister zu einem Gegenangriff:

„Porsche’s threatened legal action is a double attack on Londoners. First Porsche are trying to deprive Londoners of their democratic right to decide in the Mayoral election on 1 May whether they want gas guzzling and polluting cars to drive in London when there is absolutely no need for them to do so. Second they are trying to impose on all Londoners unnecessary levels of pollution and greenhouse gases by a tiny minority. No one is allowed to throw their rubbish in the street and Porsche should not be allowed to impose gas guzzling polluting cars on Londoners who do not want them.“

Penis of the Prairie

326785449_fafc061fa8_m.jpgIch habe sie verpasst, die Preview des Simpson Films, oder The Simpson Film, wie auch immer. Wahrscheinlich hätte ich mich sowieso nicht an die Sperrfrist halten können, die der Verleih verlangte. Warum, für einen Film eine Sperrfrist? Mir ein Rätsel.

Umso froher war ich über einen Artikel mit Fotoserie in der neuen NEON, der das reale Springfield in Illinois, USA beschreibt. Toll.

Beim Namen des Hilton Hotels viel mir fast der Latte Caffee aus der Hand: Das Hilton in Springfield heisst lt. NEON im Volksmund „Penis der Prärie – Penis of the Prairie“ – und eine echte Marge Simpson gibts da auch. Großartig.

Da ist es nur eine Randnotiz, dass sich die Autoren ein wenig irrten. Das Hilton in Springfield heisst im Volksmund „Prick of the Prairie“ also sowas wie „Pimmel der Prärie“. Der Original-Präriepimmel steht in Nebraska und ist dort das örtliche Kapitol. Die Legende sagt, dass Hemmingway persönlich diesen Begriff prägte. Eigenwillig, was man in der Liste der phallischsten Gebäude der USA so entdecken kann.

Wieso ich jetzt plötzlich Appetit auf eine Currywurst verspüre ist mir allerdinx ein Rätsel.